Dreifaltigkeitskapelle

1683 kamen im Gefolge der Zweiten Türkenbelagerung alle Einwohner von Leithaprodersdorf um, bis auf sieben Familien, die sich im dichten Wald versteckt hielten. Zum Dank für die Errettung wurde 1713 an dem Ort, wo sie sich versteckt hielten, eine Kapelle errichtet, die der hl. Dreifaltigkeit geweiht wurde.

In Erinnerung daran führt bis in unsere Tage an einem der drei Bitt-Tage vor Christi Himmelfahrt, am Dreifaltigkeitssonntag und am Gedenktag des hl. Ladislaus (27. Juni) eine Wallfahrt zur Dreifaltigkeitskapelle.

Vor der Kapelle entspringt eine Wiesenquelle, die über einen Graben abläuft. Die Quelle ("Bründ'l") war Gegenstand eines Wasserkultes: Wenn es lange nicht geregnet hat, mussten junge Mädchen im Wasser des Bründls umrühren; man erhoffte sich dadurch fruchtbaren Regen.

Die Kapelle steht auf Esterhazy'schen Grund und ist von der Pfarre gepachtet. Sie ist im Normalfall verschlossen; Schlüssel sind bei der Familie Michael Menitz, Hauptstraße 36, die die Kapelle seit Jahren betreut, verfügbar.

Zur Erhaltung der Dreifaltigkeitskapelle hat sich vor einigen Jahren ein Komitee gebildet. Im Jahre 2015 hat der Pfarrgemeinderat beschlossen, eine Renovierung in Angriff zu nehmen, und einen Bauausschuss unter Leitung von Vizebürgermeister Ing. Horst Blümel und Herrn Leopold Cecil, Schulgasse, einzusetzen. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt und dem Liegenschaftseigentümer. 

 

 

 

Quelle: http://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Bibliothek/Heilige_Quellen/Burgenland/Leithaprodersdorf_Dreifaltigkeitskapelle

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