Die Taufe

Das Wort "Taufe" kommt von (ein- bzw. unter-)"tauchen". In der Taufe wird ein Mensch "eingetaucht" in die Liebe des dreifaltigen Gottes.

Dem Täufling wird wirksam zugesagt: Du bist Kind Gottes, du bist ein Bruder/eine Schwester Jesu, du bist ein Gefäß des Heiligen Geistes. Du gehörst zur Gemeinschaft der Kirche. Gottes Liebe zu dir ist unauslöschlich. Selbst wenn du dich von Gott abwenden solltest, wird er immer auf dich warten. Nicht Bosheit, Leid und Tod haben das letzte Wort über dein Leben, sondern der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

In der Taufe wird der Mensch reingewaschen von jeder Schuld und Sünde, auch von der Erbschuld. Daher wurde es üblich, auch schon ganz kleine Kinder zu taufen, die noch keine persönlichen Sünden empfangen haben. So schnell wie möglich sollen sie Kinder Gottes werden: Der böse Mensch stirbt - mit Christus - ab, wird hineingenommen in den Tod Christi und steht mit ihm zu neuem Leben auf. Die Taufe ist daher das Eintrittstor in die Kirche und Voraussetzung für alle anderen Sakramente. Was in der Taufe begonnen wird, wird sich dann einmal beim Tod des Menschen vollenden.

DIE FEIER

Die Taufe erfolgte ursprünglich durch komplettes Eintauchen in Wasser (vgl. die Taufe Jesu im Jordan, der in die Fluten hineinstieg und von Johannes ganz untergetaucht wurde). Diese Taufform wird in unserern Breiten heute nicht mehr oft praktiziert, sondern durch das Übergießen mit Wasser über dem Taufbrunnen ersetzt. Dabei werden der Weisung Jesu entsprechend die Worte gesprochen: "N., ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heilgen Geistes." Im Normalfall tauft ein Priester oder Diakon. In Lebensgefahr darf und soll jeder Mensch taufen (Nottaufe). Weitere Zeichen in der Tauffeier: Salbung mit Chrisamöl (Symbol des Heiligen Geistes), Überreichung des weißen Kleides (Freundschaft mit Gott), "Effata"-Ruf, Bitte um Befreiung vom Bösen und Entzünden der Taufkerze (Leben im Licht Chrsti). Die Taufe kann in jedem Alter empfangen werden (Kindertaufe, Erwachsenentaufe).

VORAUSSETZUNGEN - HINWEISE

Die Anmeldung zur hl. Taufe geschieht in der Wohnsitzpfarre (auch wenn die Taufe woanders gespendet werden soll). Die Taufe darf nur gespendet werden, wenn sich der Täufling zum Glauben an Jesus Christus bekennt und der katholischen Kirche angehören will oder wenn - im Fall eines unmündigen Kindes - sich die Erziehungsveranwortlichen (Eltern, Paten) zum katholischen Glauben bekennen und eine christliche Erziehung des Kindes in Aussicht stellen können.

WER KANN PATE, PATIN SEIN?

Wer das Patenamt übernimmt, muss getauft und gefirmt sein und die Eucharistie empfangen haben darf nicht aus der katholischen Kirche ausgetreten sein soll das 16. Lebensjahr vollendet haben soll ein Leben führen, das dem Glauben entspricht, und die christliche Erziehung des Patenkindes unterstützen. Angehörige einer orthodoxen Kirche dürfen das Patenamt übernehmen - zusammen mit einem/einer katholischen Paten/Patin. Angehörige einer evangelischen Gemeinschaft dürfen Taufzeugen sein - zusammen mit einem/einer katholischen Paten/Patin. Wenn zwei Personen das Patenamt übernehmen, dann sollten es eine Patin und ein Pate sein.

SIE WOLLEN IHR KIND TAUFEN LASSEN?

Wir freuen uns über Ihren Wunsch und geben Ihnen hier einige wichtige Informationen 

Ihr Kind kann katholisch getauft werden, wenn Sie den ernsthaften Wunsch haben, Ihr Kind im christlichen Glauben zu erziehen.

Zuständig für die Taufe ist Ihr Wohnpfarramt. Dort können Sie die Taufe anmelden und den Tauftermin vereinbaren.

Die Taufe kann mit Tauferlaubnis der Wohnpfarre auch in einer anderen Pfarre stattfinden.

Vor der Taufe gibt es ein ausführliches Taufgespräch mit dem Pfarrer.

Dokumente, die für die Taufanmeldung benötigt werden:

  • Meldezettel
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Trauungsschein der Eltern (Heiratsurkunde, wenn Eltern nur standesamtlich verheiratet sind)
  • Taufscheine der Eltern

Wir wünschen Ihnen eine schöne Tauffeier und Ihrem Kind viel Glück und Segen!

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